Es ist kaum zu glauben, was für unterschiedliche Maße die einzelnen Puppen haben. Als erste Aufgabe haben wir uns die Puppe mit den längsten Beinen ausgesucht. Somit sollte die Flosse auch anderen Barbies passen. Wir haben die Länge der Beine ab der Hüfte gemessen. Bei unserem Modell waren es 20cm.
Das nächste Maß, das wir brauchten war der Bauchumfang (7cm). Damit man das Kostüm über den etwas sperrigen Popo bekommt, brauchten wir auch den Hüftumfang (13cm).
Dann begann das Zeichnen. Zuerst haben wir ein Rechteck mit den Seitenlängen von 20cm (Beinlänge) mal 6,5cm (13cm Hüftumfang/2) gezeichnet. An der Unterseite haben wir eine Markierung von 3,5cm eingefügt. (7cm Fußumfang/2)
Jetzt musste die Flosse eine erste Form bekommen. Hierzu haben wir das Rechteck ausgeschnitten und zur Hälfte gefaltet.
Beim Ausschneiden der Kurven mussten wir darauf achten, dass die schmalste Stelle nicht enger als die markierten 3.5cm wird. Unser Bild zeigt die aufgeklappte Grundform. Die inneren Linien zeigen den ersten, handgezeichneten Entwurf meiner Tochter ;)
Diese Grundform haben wir nun auf ein neues Blatt übertragen um die Feinheiten auszuarbeiten. In diesem Fall haben wir eine geschwungene Schwanzflosse angezeichnet.
Damit die Flosse symetrisch wird, haben wir das Oberteil zuerst ausgeschnitten und dann der Länge nach gefaltet. So konnten wir beide Hälften gleichzeitig ausschneiden.
So sah unser fertiges Schnittmuster dann aus.
Für unser erstes Modell haben wir einen einfachen grünen Baumwollstoff gewählt. Diesen haben wir gebügelt und doppelt gelegt. Darauf haben wir unseren Schnitt übertragen.
Am oberen Ende haben wir 1,5cm Nahtzugabe für den Saum hinzugefügt.
An der schmalen Stelle haben wir mit 2 Stecknadeln Markierungen angebracht. An dieser Stelle haben wir auf der Rückseite einen Streifen Bügelvlies aufgebügelt. Dies soll verhindern, dass die Flosse herunterhängt.
Auch die Vorderseite haben wir mit Vlies verstärkt. Da man nun die Form der Flosse nicht mehr erkennen konnte, haben wir sie erneut aufgezeichnet.
Dann ging es endlich an die Nähmaschine. Wir haben den Umriss mit einem geraden Stich genäht. In den kurven und an den Schwanzspitzen waren wir sehr vorsichtig und haben das Handrad der Maschine benutzt.
Die Nahtzugabe wurde auf 0,5cm gekürzt und mit einem Zickzackstich versäubert.
Nach dem Wenden war es dann endlich Zeit für die erste Anprobe.
Nachdem der obere Rand mit Zickzackstich versäubert wurde, haben wir ihn die angefügten 1,5cm eingeschlagen und einen 0,75cm breiten Tunnel abgesteppt.
In diesen Tunnel haben wir dann ein dünnes Gummiband eingezogen. Dieses sollte eine Länge von
7cm(Bauchumfang)+ca4cm(für den Knoten) haben. Am einfachsten geht das Zuknoten, wenn man die Puppe anzieht und dann den Saum locker rafft. Nicht zu fest ziehen, sonst wird es nachher zu eng beim Anziehen.
Endlich war unser Werk vollbracht und Barbie konnte sich auf den Weg machen, um ihr erstes Bad im Gartenteich zu nehmen. Natürlich brauchen auch noch mindestens 2 ihrer Freundinnen einen so tollen Meerjungfrauenschwanz. Alleine schwimmt es sich ja nur halb so schön. Die sollen dann aber auch noch Schuppenmuster haben. Hoffentlich finde ich einen passenden Stoff. Sonst müssen wir die einzeln aufnähen.
Viel Spaß beim Nachmachen.
SewingAngel
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